michael kugler photography
backstage M/W/D

die portraits

ausgangspunkt der oben gezeigten serie M/W/D sind 16 identisch geschossene schwarz-weiß-portraits von je 8 männern und frauen:

die puzzles

von jedem der 16 portraits wurde ein foto-puzzle (10 x 10 = 100 teile, größe: 36cm x 48cm) mit identischer stanzung gefertigt. aufgrund der identischen stanzung sind die puzzles miteinander kombinier-, die teile also untereinander austauschbar.

die 24 “original-M/W/D-gesichter”

insgesamt wurden aus den 16 ausgangsportraits 24 neukombinationen als originale erstellt: aus den je 8 männer- und 8 frauen-puzzles wurden jeweils 8 neue männer- (“M”) bzw. 8 neue frauengesichter (“W”) und schließlich wurden aus 4 männer- und 4 frauen-puzzles 8 transgeschlechtliche gesichter (“D”) kombiniert.

so entstanden die oben in der fotogalerie gezeigten 24 original-M/W/D-gesichter, hängefertig aufgezogen jeweils auf speziellen puzzle-karton:

die serie wurde in einer pop up-galerie zur nacht der museen in ingolstadt (september 2025) gezeigt. big shout out und dankeschön für das überwältigende positive feedback der besucher*innen!

der “KI?-DIY!-bildgenerator”

herzstück von M/W/D ist der “KI?-DIY!-bildgenerator”. mit diesem können mit kopien der puzzles aller 16 ausgangsportraits nahezu unendlich neue M/W/D-gesichter kombiniert und gelegt werden.

die themen

die arbeit greift die themen gender/geschlecht(er) und gleichheit und verbundenheit der menschheit auf.
daneben stellt das projekt und v.a. der KI?-DIY!-bildgenerator
eine analogie zu KI-bildgeneratoren dar, die ebenfalls aus den ihnen zugänglichen und bereits existierenden bild-informationen – quasi aus puzzle-stücken – neue bilder (z.b. von menschlichen gesichtern) generieren.

faq

wie wurden die jeweils 8 verschiedenen original-M/W/D-gesichter miteinander kombiniert?

die gesichtspartien (stirn, augen, nase, wangen, mund, kinn) wurden zufällig kombiniert, jedoch so, dass in jedem puzzle grds. der gleiche anteile von jedem der je 8 ausgangspuzzles vorhanden ist (also je 1/8). die haarpartien wurden grds. ebenfalls zufällig zusammengesetzt, wobei beim letztendlichen ausfertigen der originale dabei etwas “abgerundet” wurde, damit bzgl. den frisuren die bilder ruhiger wirken; der fokus wird auf diese weise auf die eigentlichen gesichter und weniger auf die rand- und haarpartien gelenkt.
aus diesem grund wurden bei den 24 original-M/W/D-gesichtern auch die hals- und schulterpartien nicht gemischt, sondern jeweils einheitlich von einem ausgangsportrait übernommen.

ist grundlage des einzelnen original-M/W/D-gesichts eine konkrete einzelperson der 16 ausgangsportraits?

nein, jedes der 24 original-M/W/D-gesichter besteht aus 8 personen, wobei jede der 8 personen grds. zum gleichen anteil in jedem puzzle (also zu 1/8) “vorhanden” ist. wenn eines der ausgangsportraits in einem der original-M/W/D-gesichter mehr hervorsticht als andere, ist diese ähnlichkeit zum ausgangsportrait rein zufällig.

wurden die gesichts-kombinationen vorher am computer zusammengesetzt?

nein, der kombinationsprozess wurde rein analog mit den puzzles durchgeführt.

wie viele verschiedende kombinationen sind mit den 16 ausgangs-puzzlen bzw. mit dem KI?-DIY!-bildgenerator möglich?

da jedes puzzle 100 teile hat und jedes teil in den 16 varianten der 16 ausgangsportraits verwendet werden kann, sind insgesamt 16 hoch 100 verschiedene puzzle-kombinationen möglich.
da beim KI?-DIY!-bildgenerator die randteile jedoch fixiert und damit nicht austauschbar sind, ist die anzahl an verschiendenen gesichtskombinationen beim generator auf 16 hoch 64 begrenzt, was jedoch immer noch eine unvorstellbar große anzahl darstellt. zum vergleich: die zahl 16 hoch 64 entspricht in etwa der anzahl der atome im beobachtbaren universum.

warum standen keine poc oder non-binary-personen für die ausgangsportraits modell?

michael kugler ist kein porträtfotograf. bei den fotomodellen griff er mangels alternativen auf freunde und bekannte zurück. um die gleichheit der aufnahmen (bzgl. licht, belichtung, hintergrund etc.) zu garantieren, wurden die portraits zudem alle an einem nachmittag unter exakt den gleichen studio- und lichtbedingungen geschossen. die personen auf den ausgangsportraits sind diejenigen freunde und bekannte, die an besagtem nachmittag zeit fanden und gewillt waren, an dem projekt mitzuwirken. die zusammensetzung der models ist daher rein zufällig und ohne bezugnahme auf geschlecht/gender, color of skin oder drgl. erfolgt.
das “puzzle-projekt” wird in zukunft in verschiedenen facetten und mit unterschiedlichen sub-konzepten weiterverfolgt und ausgebaut, wobei auch poc und non-binary-personen miteinbezogen werden sollen.

über seine sportliche leidenschaft - dem tauchen - stieß michael kugler (*1982) ende der nuller-jahre zu “behind the mask”, einem tauch- und film-kollektiv, das rund um den globus hochwertige reise- und unterwasser-filme produziert.

nach und nach switchte er vom bewegtbild/von der filmerei schließlich zur fotografie, mit der er sich heute auf fine art street photography und konzeptionelle fotoarbeiten konzentriert.

in seiner straßenfotografie hat er seine eigene fotografische stimme und ästhetik entwickelt, bei der v.a. mensch und raum im mittelpunkt stehen, wobei er die beziehung der beiden v.a. in großformatigen prints beschreibt und interpretiert.

mit seinen konzeptionellen arbeiten greift michael aktuelle gesellschaftliche themen und entwicklungen auf, wobei er die bildsprache des jeweiligen projekts streng an dessen jeweilige bedürfnisse knüpft.

sowohl michaels straßenfotografie als auch seine konzeptionellen arbeiten wurden bislang in diversen pop up-galerien ausgestellt.

parallel zu seiner fotografischen entwicklung studierte michael in augsburg und münchen rechtswissenschaften. nach langer station bei einer großkanzlei in münchen ist er heute in seiner heimatstadt ingolstadt als rechtsanwalt tätig.

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